Am 20. April 2026 fand die diesjährige Frühjahrssitzung des Präsidiums des Bundes Deutscher Rechtspfleger turnusgemäß in Berlin statt. Für den Landesverband Hamburg nahmen der Landesvorsitzende Sören Georg Sauer sowie die stellvertretende Landesvorsitzende Julia Lange teil. Zudem war Volker Laedtke, Beisitzer des Landesverbandes, als besonderer Gast bei der Sitzung vertreten.
Im Mittelpunkt der Präsidiumssitzung standen wie üblich die aktuellen Entwicklungen in den Landesverbänden und auf Bundesebene. Dabei wurde erneut deutlich, dass die Arbeitsbelastung an den Dienststellen bundesweit weiterhin als hoch eingeschätzt wird. Gleichzeitig bestehen nach wie vor Herausforderungen bei der Gewinnung von Nachwuchskräften.
Die Kommissionen berichteten über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Berufsrecht, Betreuung und Familiensachen, E-Justiz, Grundbuch, Handels- und Registerrecht, Insolvenz- und Nachlassrecht, Straf- und Zwangsvollstreckung.
Ein zentrales Anliegen der Landesverbände bleibt die Anhebung des Einstiegsamtes für Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger auf A10. Während eine Umsetzung bislang lediglich in Baden-Württemberg erfolgt ist, gibt es in Hamburg positive Entwicklungen: Im Rahmen des Projekts „Zukunftsberufsfeld Justiz“ hat die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz in einer kürzlich veröffentlichten Handlungsempfehlung eine mittelfristige Anhebung des Einstiegsamtes im Rechtspflegerdienst auf A10 für den Zeitraum 2027 bis 2029 in Aussicht gestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Planung des Deutschen Rechtspflegertages, der vom 22. bis 25. September 2026 in Erfurt stattfinden wird. Der Landesverband Thüringen, der die Organisation federführend übernommen hat, stellte hierzu das Rahmenprogramm vor. Weitere Informationen zum Rechtspflegertag sowie zu den Teilnahmemöglichkeiten werden in Kürze bekanntgegeben.
Insgesamt unterstrich die Sitzung die gemeinsamen Herausforderungen und Ziele der Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger und setzte zugleich wichtige Impulse für die zukünftige Ausrichtung des Berufsstandes auf Landes- und Bundesebene.
Text: Julia Lange